Dienstag, 7. August 2018

Nintendo Switch Pro Controller Review (Nintendo)

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Inbetriebnahme
5. Kompatibilität
6. Weitere Funktionen
7. Schlussergebnis

1. Überblick

Auch wenn die Joy-Con Controller der Nintendo Switch ihre Vorteile haben, so können sie doch bei längeren Spielsessions etwas unangenehm werden. Außerdem kommt die Akkulaufzeit nicht an die der meisten Controller für andere Konsolen an.
Um diesem Problem Abhilfe zu leisten bietet Nintendo bereits seit dem Launch der Nintendo Switch Konsole einen Pro Controller an, der vom Layout her stark den herkömmlichen Controllern ähnelt. Mit ursprünglich 75€, ca. 25€ mehr als bei der Konkurrenz, ist der Preis auf jeden Fall ziemlich happig aber inzwischen gibt es das Gamepad normalerweise für 60€ bei Amazon. Wobei das natürlich auch noch ziemlich viel für ein Gamepad ist. Ob der Preis gerechtfertigt ist werden wir im Folgenden herausfinden.

Offizielle Funktionen (von der Verkaufsseite bei Amazon):
- Controller für präzise und realistische Steuerung
- Passend für die Nintendo Switch
- Farbe: Grau
- Übertragungsart: Kabellos

2. Verpackung und Inhalt


Die Pappverpackung des Controllers hat eine Oberfläche, die ungefähr so groß wie das Tablet der Nintendo Switch ist. Die weiß gehaltene Vorderseite wird von einem Bild des Controllers dominiert. An der linken Seite steht die Artikelbeschreibung in mehrere Sprachen übersetzt. An der Ober- und Unterseite der Verpackung dominiert rot als Farbe. Letztere Seite enthält einige Hinweise zur Entsorgung. In der oberen linken Ecke prankt das typische "Original Nintendo Seal of Quality" Siegel. Die Rückseite enthält außerdem noch Hinweise zur Verwendung und zu den kompatiblen Spielen.

In der Packung befindet sich neben einem USB-A zu USB-C Kabel zur Verbindung des Controllers mit dem Dock eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und der Controller selbst. Umhüllt ist er von einer weichen Kunststofftasche.

3. Qualität der Hardware


Der größte Teil der Oberfläche des Controllers ist in einem dunklen, leicht durchsichtigen Farbton. Dadurch kann man unter der Plastikhülle das eine oder andere Bauteil erahnen. Eine Ausnahme davon bilden die "Flügel" zur Ablage der Handflächen, die schwarz gummiert sind. Allerdings sind die "Flügel" für meine (zugegebenermaßen relativ großen) Hände ziemlich dünn ausgefallen.
Auf der Vorderseite befinden sich die für ein Gamepad typischen Tasten, also zwei sich ziemlich gut anfühlende Joysticks, ein Steuerkreuz bei dem ich in Tetris manchmal ausversehen auf die "nach unten"-Taste gekommen bin, Select (hier "-"), Start (hier "+") und A, B, X und Y. Letztere vier Tasten sind relativ groß ausgefallen was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Außerdem gibt es die von den Joy-Cos bekannten Tasten um einen Screenshot zu erstellen und um ins HOME-Menü zu gelangen. Auf der Oberseite gibt es die relativ eckigen Triggertasten L, R, ZL und ZR, die alle digital sind. Das heißt, dass man nicht in Rennspielen "nur ein bisschen" Gas geben kann sondern entweder gar kein Gas oder Vollgas. Außerdem gibt es eine SYNC-Taste um das Gamepad per Bluetooth zu pairen, einen USB-C Anschluss zum Laden oder für die Verwendung im Flugzeugmodus und eine LED um den Ladezustand anzuzeigen.Zwischen den "Flügeln" für die Hände sind die vier nintendotypischen LEDs um die Spielernummer des Spielers der das Gamepad verwendet anzuzeigen.
Die Akkulaufzeit des Gamepads ist auch angemessen. Mit gut 30 Stunden sollte man bei normalem Gebrauch schon rechnen können. Allerdings dauert eine volle Ladung auch um die sechs Stunden. Man kann aber auch während des Ladens wenn der Controller an das Dock angeschlossen ist weiterspielen. Übrigens ist der Akku im Controller vorinstalliert und es sind keine zusätzlichen Batterien notwendig. Er kann aber nicht ohne den Controller auseinanderzunehmen ausgetauscht werden.
Insgesamt finde ich, dass der Controller durch die Anordnung der vier Tasten ("+", "-", Screenshot und HOME) sowie die Form der Gummierung an den Flügeln von der Oberseite ziemlich merkwürdig aussieht. Insgesamt liegt er aber nicht schlecht in der Hand.

4. Inbetriebnahme


Am Einfachsten ist es den Controller per USB mit der gedockten Konsole zu verbinden. Dadurch wird er automatisch gepairt. Ansonsten muss man in das Controller Menü der Konsole gehen und "Griffweise/Reihenfolge ändern" auswählen. Wenn man jetzt den Controller anstellt und auf die SYNC-Taste drückt sollte er sich mit der Konsole verbinden. Laden kann man das Gamepad über einen USB-A Anschluss und das mitgelieferte Kabel entweder am Dock oder an einem anderen passenden Anschluss. Solange das Gamepad lädt leuchtet die orangefarbene LED dauerhaft.
Außerdem kann man den Controller aktualisieren. Dazu muss man in den Systemeinstellungen unter dem Punkt "Controller und Sensoren" die Option "Controller aktualisieren" auswählen.
Um das Gamepad mit anderen Geräten zu verbinden sind unter Umständen mehr Schritte notwendig. Allerdings würde eine Beschreibung davon den Rahmen dieses Reviews sprengen.

5. Kompatibilität

Da der Controller schon zum Launch der Konsole verfügbar war unterstützt er praktisch jedes Spiel. Die einzigen Ausnahmen sind Spiele, wo jeder Spieler einen Joy Con nehmen soll. Bei denen wäre Pro Controller Unterstützung sowieso nicht wirklich sinnvoll.

Kompatibilität mit Spielen:
- Mario Kart 8 Deluxe: Keine Probleme
- Octo Path Traveler Demo: Keine Probleme
- PuyoPuyo Tetris: Keine Probleme
- Pokemon Tekken DX: Keine Probleme
- The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Keine Probleme
- Landwirtschaftssimulator Nintendo Switch Edition: Keine Probleme
- Monopoly: Keine Probleme
- Cars 3: Keine Probleme
-Skyrim: Keine Probleme
- 1, 2, Switch: Controller trennt sich beim Spielstart automatisch
- Snipperclips Plus: Keine Probleme (auch wenn man merkt, dass das Spiel auf Joy-Cons zugeschnitten ist)
- Hammerwatch: Keine Probleme
- Fe: Keine Probleme
- Mario Odyssey: Keine Probleme

Kompatibilität mit Homebrew:
- Homebrew Launcher: Keine Probleme
- Fruity: Keine Probleme
- Hamsters NX: Keine Probleme
- NX-Shell: Keine Probleme
- NXEngine-evo (Cavestory): Keine Probleme
- Useless Homebrew: Keine Probleme
- SDL Prince of Persia: Keine Probleme
- Tetris Switch: Keine Probleme

Kompatibilität mit Hardware:
- Nintendo Switch (Bluetooth): Keine Probleme
- Nintendo Switch (USB): Keine Probleme
- Windows (Bluetooth): Keine Probleme (ohne Steam als D-INPUT, mit Steam als X-INPUT); Vibrationseffekt sehr schwach
- Windows (USB): Nur per Steam Big Picture; Vibrationseffekt sehr schwach
- Linux (Bluetooth): Controller musste nach jeder Trennung komplett neu verbunden werden
- Linux (USB): Nicht kompatibel
- Steam Link (Bluetooth): Keine Probleme
- Steam Link (USB): Nicht kompatibel
- Android (Bluetooth): Keine Probleme
- Android (USB): Nicht kompatibel
- Wii U (Bluetooth): Nicht kompatibel
- Wii U (USB): Nur per Hid2VPAD Homebrew; Vibrationseffekt funktioniert nicht

6. Weitere Funktionen

Unter der Haube hat das Gamepad noch ein paar weitere Funktionen, die bisher noch nicht erwähnt wurden.

HD Rumble
Genau wie die Joy-Cons hat auch dieses Gamepad die sogenannte "HD Rumble" Funktion. Damit soll ein sehr genauer Vibrationseffekt erreicht werden.
Ein überdurchschnittlicher Vibrationseffekt ist auf jeden Fall in dem Gamepad enthalten. Allerdings ist er verglichen mit den Joy-Cons ziemlich schwach.

NFC Reader
Damit man auch ohne die Joy-Cons zur Hand zu haben Amiibos einscannen kann besitzt dieses Gamepad unter der mittleren Fläche einen NFC Reader.

Bewegungssteuerung
Zu guter letzt läuft das Gamepad auch bei diesem Trend mit. Man kann Spiele (wenn sie die Funktion unterstützen) nicht nur per Tasten steuern sondern auch die eine oder andere Aktion per Bewegungssteuerung ausführen. So kann man z.B. in Mario Kart lenken oder in Breath of the Wild zielen. Allerdings finde ich persönlich Bewegungssteuerungen nur in sehr speziellen Fällen wie z.B. dem Kugelrätsel in breath of the Wild. Nichtsdestotrotz ist es immer gut Optionen zu haben.

7. Schlussergebnis

Für die Nintendo Switch ist dies natürlich ein ziemlich idealer Controller und wenn man kein Problem mit dem Preis hat und mit den Joy-Cons nicht vollständig zufrieden ist sollte man als Besitzer der Konsole auf jeden Fall zuschlagen. Selbst wenn man in einigen Jahren nicht mehr so häufig mit der Switch spielen sollte kann man ihn dank Steam Unterstützung in allen aktuellen PC Spielen weiter verwenden. Einziger Störfaktor könnte dabei sein, dass die Trigger nicht analog sind.
Wenn man das Produkt mit der Konkurrenz vergleicht mag der Preis auf den ersten Blick 10-20 Euro zu hoch sein. Wo hier HD Rumble und ein NFC Reader geboten wird, hat ein Dualshock 4 Controller die Touchbar. Allerdings enthält dieses Gamepad im Gegensatz zu dem XBox One Controller immerhin einen Akku.

Positiv:
-Enthält NFC Reader
-HD Rumble
-Bewegungssteuerung
-Unterstützt fast alle Spiele
-Liegt insgesamt gut in der Hand
-Funktioniert mit Windows

Negativ:
-Sieht etwas merkwürdig aus
-Relativ teuer
-Kein Audio Ausgang
-Digitale Trigger
-Vibrationseffekt sehr schwach

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