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08 Mai 2026

ECHTPower Wireless Gamepad Review

Struktur
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Bedienung
5. Kompatibilität
6. Fazit

1. Überblick

Zu einem guten Gaming-Erlebnis zählen viele Aspekte. Ein gutes Spiel, ein guter Bildschirm aber auch ein gutes Eingabegerät. Auf Konsolen und auch für PC Spiele haben sich Controller mit einem sehr einheitlichen Layout etabliert.
Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Hersteller für Controller, die in vielen unterschiedlichen Preissegmenten agieren. Es gibt sehr teure Premium-Controller wie den XBOX Elite 2 Controller, "normale" Controller für Konsolen wie den Nintendo Switch Pro Controller und den DualSense Controller; aber auch günstige Controller von Drittanbietern.
In dieses Preissegment fällt das ECHTPower Wireless Gamepad. Es ist insbesondere im Vergleich zu den offiziellen Controllern für moderne Konsolen, die um die 70€ kosten können, mit ca. 20€ bis 25€ sehr günstig. Als weiterer Vorteil wirbt der Hersteller damit, dass Joysticks mit Hall-Effekt Sensoren eingebaut sind. Sie sollen nicht vom Stick-Drifting, das alle Controller der großen Konsolenhersteller plagt, betroffen sein. Was der Controller so kann und wie er sich Controller schlägt, wird in diesem Review getestet.
Der Controller wurde kostenlos vom Hersteller für die Erstellung dieses Reviews zur Verfügung gestellt. Er kann beispielsweise bei Amazon oder direkt beim Hersteller bestellt werden. Bei ECHTPower handelt es sich um ein Schwesterunternehmen von NYXI, das eher günstigere Modelle vertreiben soll.

Offizielle Funktionen (aus einer Mail; frei ins Deutsche übersetzt)
  • Hall Effekt Joysticks, um Stick-Drift zu reduzieren
  • Bluetooth / 2.4G kabellose / kabelgebundene Verbindung
  • Stabile, schnell antwortende Trigger
  • Bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit
  • Kompatibel mit Switch / PC / iOS / Android


2. Verpackung und Inhalt

Schon vor einem Blick auf den Controller fällt das Werbematerial negativ auf. Einige Grafiken enthalten große Zahlen ohne genauere Erklärung. Beispielsweise wird damit geworben, dass es die Produkte von ECHTPower in über 200 Ländern und Regionen gibt. Da stellt sich mir die Frage, was als Region zählt. Denn weltweit gibt es je nach Zählweise/Anerkennung nur ungefähr 195 Länder.
Ebenfalls sinnlos ist eine Grafik, die zwei Kurven zeigt. Auf der X-Achse sind Kabelgebunden, 2.4GHz und Bluetooth aufgelistet. Selbst, wenn man darüber hinweg sieht, dass es wenig sinnvoll ist, drei diskrete Eigenschaften auf der Achse eines Graphen aufzulisten, ist die Kurve für dieses Gamepad noch unsinniger. Da es sich um eine Kurve ohne "Ecken"/"Spitzen" handelt, wird angedeutet, dass der Übergang zwischen 2.4GHz und Bluetooth kontinuierlich sei: es existiert ein Bereich dazwischen, in dem es bestimmbare Punkte gibt.
In der Versandverpackung befindet sich ein Karton aus Pappe. Die Vorderseite ziert ein Bild des Controllers, der Herstellername ECHTPOWER sowie der Text "FOR PC/NS/Android/iOS WIRELSS GAMEPAD". Die genauere Typenbezeichnung EP01 ist nur auf der Rückseite zu finden.
Auf der hinteren Seite sind die Hauptfunktionen des Controllers genauer aufgelistet: "7-COLOR LED, 3 MODES", "HALL EFFECT JOYSTICKS" und "TURBO FUNCTION". Ebenfalls ist der im Lieferumfang enthaltene 2.4GHz Empfänger abgebildet. Am unteren Teil der Rückseite gibt es die Produktspezifikationen, den Hinweis auf die begrenzte zweijährige Garantie und Informationen zum Hersteller.
Der Lieferumfang umfasst wie schon angedeutet mehr als den Controller. Neben einem USB-A zu USB-C Kabel für die kabelgebunde Nutzung und das Laden des Controllers gibt es eine Anleitung und den 2.4GHz Dongle. Die Anleitung enthält eine englische und eine deutsche Übersetzung; ich würde empfehlen, sich an die englische Version zu halten. Die deutschen Übersetzungen sind meistens maschinell erzeugt und damit nicht präzise.
Neben einer kabelgebundenen USB Verbindung und einer kabellosen Bluetooth Verbindung unterstützt der Controller 2.4GHz. Er kann allerdings nur mit dem mitgelieferten Dongle verbunden werden, andere 2.4GHz Dongles werden nicht offiziell unterstützt. Der Vorteil dieser Verbindung ist, dass eine niedrigere Latenz (Verzögerung zwischen Eingabe am Controller und Reaktion der Konsole/des PCs) als bei Bluetooth möglich ist. Für mich reicht die Latenz von Bluetooth völlig aus.


3. Qualität der Hardware

Der Controller folgt dem typischen XBOX Layout. Im Vergleich beider Controller haben sie die gleichen Tasten und eine ähnliche, versetzte Anordnung der Sticks. Die A-Taste befindet sich im Gegensatz zu Nintendo-Controllern an der unteren Position der vier Tasten auf der rechten Seite. In der Mitte gibt es eine HOME/ECHTPower Taste, Start, Select, eine Share-Taste und eine M-Taste. Die M-Taste wird für die Turbo-Funktion und für einige Einstellungen genutzt. In einem Kreis um die beiden Sticks befinden sich milchig-durchsichtige Ringe, die leuchten können. Ebenso kann das ECHTPower-Logo in der HOME-Taste leuchten.
An der Stirnseite des Controllers gibt es in der Mitte einen USB-C Anschluss. Links und rechts davon gibt es die beiden Schultertasten RB und LB sowie die beiden Trigger RT und LT. Die Trigger sind genau wie die Sticks "analog". Ein Spiel kann darauf reagieren, wie weit sie reingedrückt sind. So kann beispielsweise die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges genauer gesteuert werden. Da die offiziellen Nintendo Switch Controller keine analogen Trigger-Eingaben erlauben, unterstützen nur sehr wenige Switch Spiele diese Inputs. Es ist unklar, ob der Controller die "analogen" Trigger bei Switch Spielen unterstützt. An einem Computer sollte es kein Problem sein, die Trigger zu nutzen.
Ebenso lässt sich die Share-Taste nicht in jeder Konfiguration nutzen.
Auf der Rückseite hat der Controller einen Schalter, mit dem man zwischen einer 2.4GHz, einer "normalen" Bluetooth-Verbindung und einer Nintendo Switch Bluetooth-Verbindung wechseln kann. Ebenso gibt es unten einen formlich etwas abgegrenzten Bereich, bei dem sich bei anderen Controllern vermutlich ein Kopfhöreranschluss befindet.
Insgesamt finde ich, dass der Controller sehr gut in der Hand liegt. Die meisten Tasten lassen sich gut erreichen und die Rückseite ist etwas geriffelt, sodass er nicht leicht aus der Hand rutscht. Die Sticks sind etwas hoch, wodurch sich Tasten wie Select und HOME etwas umständlich drücken lassen. Die in den meisten Spielen häufig genutzten Tasten wie A, B, X und Y lassen sich gut erreichen. Die Tasten sind eher laut und klingen etwas hohl.
Das D-Pad ist auf einem hohen Niveau. Bei Apotris gab es keine nennenswerten Falscheingaben aber für einige Passagen in SteamWorld Dig 2 waren die Eingaben nicht präzise genug bzw. der Controller hat nicht früh genug reagiert.
Viele Controller, insbesondere welche von Drittanbietern, haben auf der Rückseite zusätzliche Tasten oder Paddles, die mit anderen Tasten belegt werden können, sodass man anstelle einer gewöhnlichen Taste eine Taste auf der Rückseite drücken kann. Das kann bei Spielen mit komplexen Tastenlayouts hilfreich sein. Dieser Controller hat keine Tasten auf der Rückseite.

Nach meiner Erfahrung bleiben schwarze Controller länger optisch ansprechend als Controller mit anderen Farben, weil Verschmutzungen aufgrund der Farbe nicht so sehr auffallen. Deshalb ist die Farbe gut gewählt. Insgesamt finde ich das Design des Gerätes schick und gut gewählt. Allerdings ist die Oberfläche anfällig für Kratzer: im etwas unvorsichtigen Gebrauch und insbesondere bei jüngeren Kindern dürfte es innerhalb einiger Monate gut sichtbare Kratzer geben.
Soweit zu den optisch sichtbaren Teilen des Eingabegerätes.

Wie bei den meisten modernen Controllern, wird auch hier der Vibrationseffekt dank Rumble-Motoren unterstützt. Weitere Features wie Gyro oder NFC, die man von offiziellen Nintendo Switch Pro Controllern kennt, hat dieses Eingabegerät nicht.
Der eingebaute Akku hat laut Verpackung eine Kapazität von 800mAh. Bei einer vollen Ladung kann der Controller laut dem Hersteller 15 Stunden genutzt werden. Das Laden soll 2-3 Stunden dauern.
Dieses Versprechen konnte das Gamepad in den Tests im Rahmen dieses Reviews halten. Der Akku hält bei einer 2.4GHz Verbindung ca. 17 Stunden. Ungefähr eine halbe Stunde bevor der Akku leer ist, blinkt die HOME-Taste. Die genauen Zeiten kann je nach Spiel, Verbindungsart und Vibrationsdauer variieren.
Wenn man in den Controller schaut, bestätigt sich, dass der Akku eine Kapazität von 800mAh hat. Ebenso fallen die beiden Rumble-Motoren links und rechts unten in den "Flügeln für die Hände" auf. Wenn die Motoren sich drehen, vibriert der Controller, weil die Gewichte, die gedreht werden, asymmetrisch sind.
Ein weiterer Aspekt, der auf der Leiterplatte auffällt, sind die Bereiche in dem unteren Bereich der Platine, an denen Platz für Taster vorgesehen ist. Bei anderen Modellen könnte der Platz für Paddles genutzt werden.
Auf der anderen Seite der Leiterplatte gibt es die Membrane für die Tasten sowie die beiden analogen Sticks. Die Sticks stammen von "K-Silver". Rund um die Sticks sind jeweils vier LEDs angebracht, durch die die Beleuchtung entsteht.
Unten auf der Leiterplatte steht das Datum "29.08.2024". So alt dürfte folglich das Design sein.
Bei dem groben Anblick der Leiterplatte hat mir die Komponente gefehlt, welche für die Logik des Controllers verantwortlich ist. Vermutlich handelt es sich dabei um den Chip auf dem Foto, der normalerweise von dem Akku verdeckt ist. Leider lässt sich die Beschriftung des Chips nicht entziffern.
Am oberen Rand des Bildes kann man die Antenne erkennen, die der Controller für kabellose Verbindungen nutzt. Es ist erstaunlich, wie klein solche Komponenten sein können.
Eine weitere Auffälligkeit gibt es noch: die Trigger an der Stirnseite des Controllers werden durch eine einfache "Feder" aus gebogenem Draht umgesetzt. Langfristig stabil wirkt das Konstrukt nicht.


4. Bedienung

Damit der Controller genutzt werden kann, muss er aufgeladen und ggf. erst mit dem gewünschten Empfangsgerät verbunden werden.

Controller laden

Wenn der Controller kabellos genutzt wird, muss der Akku ab und an aufgeladen werden. Kurz bevor der Akku leer ist, fängt die mittlere Taste an, rot zu blinken. Der Controller kann ausgeschaltet werden, indem man den Schalter auf der Rückseite in eine andere Position schiebt.
Dann kann er mit dem mitgelieferten USB-C Kabel mit einem USB-A Anschluss, wie man ihn an Computern oder Ladegeräten hat, mit dem Strom verbinden. Natürlich kann er alternativ direkt mit einem USB-C Kabel geladen werden.

Verbinden (USB)

Um den Controller mit USB mit einem PC zu verbinden, muss der Schalter auf der Rückseite links oder in der Mitte, also auf 2.4GHz oder Bluetooth stehen. Dann kann man PC und Controller verbinden. Eine USB Verbindung zu Android oder iOS ist nicht vorgesehen.
Neben der USB Verbindung zu einem PC ist es möglich, den Controller per USB mit einer Nintendo Switch Konsole zu verbinden. Allerdings ist auch dies nicht offiziell vorgesehen.

Verbinden (Bluetooth)

Der Controller hat zwei Bluetooth Modi: einen für eine Verbindung mit Nintendo Switch Konsolen und einen für die Verbindung mit Computern und Smartphones.
Für die Verbindung mit einer Switch oder Switch 2 Konsole muss der Schalter auf der Rückseite des Controllers in der rechten Position sein. Dann kann man den Controller mit der mittleren "HOME"-Taste einschalten. Die Taste sollte so lange gehalten werden, bis sie schnell blinkt. Dadurch wird gezeigt, dass das Gamepad im Pairing-Modus ist.
Wenn auf der Konsole in den "Controller"-Einstellungen jetzt "Griffweise/Reihenfolge ändern" ausgewählt wird, sollten sich Controller und Konsole verbinden. Die Tastenbelegung entspricht in diesem Modus Switch Pro Controllern: die rechte B-Taste wird als A erkennt, die untere A-Taste als B-Taste usw.

Wenn der Controller mit einem anderen Gerät per Bluetooth verbunden werden soll, muss der Schalter auf der Rückseite in der mittleren Position sein. Dann muss die mittlere "HOME"-Taste des Controllers gedrückt werden, bis sie schnell blinkt. Nun kann auf dem Gerät, mit dem der Controller verbunden werden soll, nach Bluetooth-Geräten gesucht werden. Der genaue Ablauf am Gerät hängt von dessen Betriebssystem ab.
Durch gleichzeitiges Drücken der START und der SELECT/ZURÜCK Taste für 3 Sekunden kann zwischen einem X-INPUT und einem D-INPUT Modus gewechselt werden. Für Geräte mit iOS wird X-INPUT empfohlen, für Android D-INPUT. Am Computer kann laut Hersteller beides genutzt werden bzw. dort hängt es davon ab, welche Methode das Spiel unterstützt.

Verbinden (2.4GHz)

Eine Verbindung mit dem 2.4GHz Dongle ist nur am PC vorgesehen. Dafür kann der Dongle in den PC gesteckt werden. Dann kann der Schalter auf der Rückseite des Controllers in die linke Position bewegt werden, die einen vereinfachten USB Dongle zeigt. Nun kann der Controller durch drücken der mittleren "HOME"-Taste eingeschaltet werden.

Turbo-Funktion

Der Controller unterstützt eine Turbo-Funktion. Dabei werden schnell aufeinander folgende Tastendrücke abgegeben, ohne dass die Tasten dafür gedrückt werden müssen. Diese Funktion kann nur für die Tasten, genauer für A, B, X, Y, die beiden Schultertasten, die beiden Schulterbumper und das Steuerkreuz genutzt werden.
Um den manuellen Turbo-Modus zu aktivieren, muss man gleichzeitig die "M"-Taste und die gewünschte Turbo-Taste drücken. Jetzt werden mehrere Tastendrücke wiederholt, wenn man die gewünschte Taste hält.
Wenn man beides erneut drückt, wird ein automatischer Turbo-Modus aktiviert. Jetzt muss die Turbo-Taste nicht mehr gehalten werden.
Drückt man beides erneut, wird die Turbo-Funktion deaktiviert.
Die Turbo-Geschwindigkeit kann eingestellt werden, indem man die M-Taste gedrückt hält und den linken Stick nach links oder rechts bewegt.

Einstellungen

Einige Eigenschaften des Controllers können mit Tastenkombinationen verändert werden.
Der Controller kann zurückgesetzt werden, indem ein Tool wie z.B. eines, das zum Entfernen von SIM-Karten gedacht wird, in das kleine Loch auf der Rückseite gesteckt wird.
Die Vibrationsstärke kann angepasst werden, indem man die M-Taste hält und dabei den linken Stick hoch oder runter bewegt.
Wenn der Controller zu hell oder zu dunkel leuchtet, kann man die M-Taste halten und gleichzeitig den rechten Stick hoch oder runter bewegen.
Neben der Helligkeit kann die Art der Beleuchtung angepasst werden. Wenn man die M-Taste hält und gleichzeitig den rechten Stick eindrückt, kann man zwischen den Modi "Trigger-Folgend, Dauerhaft, Atmend und Fließend" umschalten. In dem Modus "Trigger-Folgend" ist die Helligkeit der Lichter davon abhängig, wie weit der Trigger auf der entsprechenden Seite eingedrückt ist.
Die Farbe der Beleuchtung kann in allen Modi außer "Fließend" angepasst werden, indem man die "M"-Taste hält und den rechten Joystick nach links bewegt.


5. Kompatibilität

Unter diesem Punkt wird geprüft, ob das Eingabegerät mit anderen Geräten verbunden werden kann. Das umfasst offiziell vorgesehene und unterstützte Verbindungen sowie nicht vom Hersteller beworbene Verbindungen.

USB
- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Tastenbelegung falsch. Sonst keine Probleme
- Nintendo Switch: Keine Probleme

Bluetooth
- PC: Hält Verbindung nicht
- Analogue Dock: Kann Dock aufwecken. Manchmal Doppeleingaben
- 8BitDo USB Wireless Adapter 2: "Analoge" Inputs (z.B. Sticks) funktionieren nicht
- Nintendo Switch: Keine Probleme, kann Konsole aufwecken

2.4GHz Dongle
- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Nach Aufwecken buggy, sonst keine Probleme
- Analogue Dock (2.4GHz ohne Dongle): Verbindung nicht möglich


6. Fazit

Grundsätzlich scheint der Controller eher für den Computer oder Smartphones, als für die Nintendo Switch entwickelt worden zu sein. Das Tastenlayout ist nicht wie bei Nintendo-Konsolen und die eingebauten Features entsprechen eher einem XBOX-Controller, als einem Nintendo Switch Controller: Rumble ist ebenso wie analoge Trigger eingebaut, aber Gyrosensoren für die Bewegungssteuerung und NFC für Amiibos fehlen beispielsweise.
Der Controller ist für den Preis von 20 bis 30 Euro auf den ersten Blick sehr solide. Er liegt gut in der Hand, nutzt Sticks mit magnetischen Hall-Effekt Sensoren und das D-Pad ist gemäß meiner Tests gut; besser als bei manch einem Controller, der deutlich teurer ist. Hinzu kommt die Beleuchtung, die bei der Nutzung im Dunklen helfen kann - und natürlich beim Flexen.
Ganz perfekt ist die Hardware nicht: Kratzer sind sehr schnell sichtbar; deutlich schneller, als man es von anderen Controllern aus Hartplastik kennt. Bei Premium-Controllern, die Gummi anstelle von Hartplastik nutzen, ist das auch so. Aus dieser Perspektive würde ich es dem Controller nicht sehr negativ anrechnen.
Leider hinterlässt die Software im Gegensatz zur Hardware keinen positiven Eindruck. In den meisten Fällen klappt die Verbindung mit den Geräten, die offiziell vorgesehen sind, gut. Sobald man davon abweicht, wird die Erfahrung leider sehr durchwachsen: weder mit dem 8Bitdo Wireless Dongle V2, noch mit dem Analogue Dock funktioniert die Verbindung wirklich zuverlässig. Hinzu kommt, dass die Bluetooth-Verbindung mit einem Windows 11 PC, die eigentlich offiziell vorgesehen ist, in der Konfiguration für dieses Review jedoch nicht funktioniert.
Dadurch wird leider ein Bild gezeichnet, nach dem der Controller zum jetzigen Zeitpunkt mit den vorgesehenen Geräten relativ zuverlässig funktioniert, in der Zukunft jedoch Kompatibilitätsprobleme zu erwarten sind. Wahrscheinlich wird er für immer mit Nintendo Switch und vermutlich auch Nintendo Switch 2 Konsolen funktionieren, aber bei allen anderen Geräten, inklusive Computern, hätte ich die Befürchtung, dass er in ein paar Jahren nicht mehr zuverlässig verbunden werden kann.
Wenn man genau jetzt einen relativ günstigen Controller sucht, der eine gute Hardware bietet und mit den offiziell unterstützten Geräten kompatibel ist, kann man zuschlagen. Für langfristigere Pläne hätte ich jedoch die Befürchtung, dass das Gamepad durch zukünftige Betriebssystemupdates oder neue Geräte, mit denen er nicht kompatibel ist, nicht mehr nutzbar ist. Da helfen die Hall-Sensoren dann auch nicht mehr. Aus dieser Perspektive ist es besonders unpassend, dass der Controller wohl als PC- und nicht als Switch-Controller entwickelt wurde.

Positiv:
- Liegt gut in der Hand
- Gutes D-Pad
- USB-C, Bluetooth und 2.4GHz (mit mitgeliefertem Dongle)
- Ca. 17 Stunden Akkulaufzeit
- Hall-Effekt Sticks
- Rumble
- Beleuchtung fancy
- Turbo Modus
- Sehr günstig

Negativ:
- Sehr kratzeranfällig
- Software nicht ganz ausgereift (z.B. Bluetooth Verbindung zu PC)
- Wahlschalter an Rückseite nicht Premium (aber besser als Tastenkombinationen)
- Keine Sensoren für Bewegungssteuerung
- Keine "Paddles"/Zusatztasten an Rückseite

Zum Abschluss möchte ich erneut darauf hinweisen, dass der Controller durch den Hersteller zur Verfügung gestellt wurde.

26 Oktober 2025

8Bitdo NEOGEO CD Wireless Controller Review (8bitdo.com)

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Bedienung
5. Kompatibilität
6. Fazit

1. Überblick

Anfang der 90er Jahre waren die NEOGEO-Spielesysteme von dem Hersteller SNK sehr fortgeschritten. Das Hauptgeschäft des Herstellers lief bestimmt in dem Arcade-Markt ab, aber mit dem NEOGEO AES gab es einen Heimableger, dessen Hardware sehr ähnlich zum Arcade-Board ist. Den großen Fokus auf Arcade-Titel sieht man in der actionlastigen Spieleauswahl: von dem Hersteller stammen Spielereihen wie Art of Fighting, Fatal Fury, The King of Fighters, Metal Slug und Samurai Shodown. Entsprechend sind die Controller für die Systeme nicht mit klassischen D-Pads ausgestattet, sondern mit Arcade-ähnlichen Sticks mit Schaltern.
Noch heute sind die Module für die Konsole sehr teuer: die NEOGEO Konsolen waren zu ihrer Zeit technisch sehr fortgeschritten. Weltweit gibt es nur ungefähr eine Millionen Systeme, vermutlich auch weil die Konsole und die Spiele sehr teuer waren: ein einzelnes Spiel kostete schon zwischen 200 und 300 Euro.
Um den Preis der Spiele zu senken, kam etwas später das NEOGEO CD heraus: anstelle von Cartridges nutzt diese Konsole CDs als Speichermedium. Ebenfalls gibt es Handhelds mit den Namen NEOGEO Pocket und NEOGEO Pocket Color.
Anfang der 2000er hat SNK sich aus dem Vertrieb eigener Konsolen und Arcade-Hardware zurückgezogen. Um die Spiele weiter zu vertreiben, gibt es eine ganze Reihe von Retro-Kollektionen. Aktuell sind viele NEOGEO Arcade Spiele und NEOGEO Pocket Kollektionen in Stores wie dem Nintendo Switch eShop und der PC-Distributionsplattform Steam erhältlich. Ebenso sind NEOGEO Mini Konsolen erschienen.
Damit diese Spiele auch mit den Sticks mit Schaltern gespielt werden können, für die sie vorgesehen sind, hat der Controllerhersteller 8Bitdo einen lizensierten NEOGEO CD Wireless Controller veröffentlicht. 8Bitdo ist sonst eher für unlizenzierte Controller bekannt, deren Design grob an andere Controller erinnert und teilweise mit der originalen Hardware kompatibel ist. Diese Seite hat bereits das 8Bitdo NES30 Pad ausprobiert.
Ich habe diesen Controller mit eigenem Geld gekauft.

Offizielle Funktionen (von der offiziellen Website; frei aus dem Englischen übersetzt)

  • Verfügt über den ikonischen klassischen Joystick mit Klick-Stil
  • Bluetooth. 2.4G. Kabelgebunden.
  • Kompatibel mit Windows, Android und NEOGEO mini
  • Offiziell von SNK lizensiert
  • Remake des micro-switch Joysticks
  • Turbo Funktionen
  • Hinzugefügte Bumper
  • Tastenlayout kann gewechselt werden

2. Verpackung und Inhalt

Die Verpackung für den Controller ist relativ einfach gehalten. Es gibt einen Ring aus Pappe, in den eine Pappbox eingeschoben ist. Auf dem Ring gibt es auf der Vorderseite eine Abbildung des Controllers und auf der Rückseite einige technische Details.
Die Box innerhalb des Rings ist von allen Seiten weiß.

Unter dem Deckel der weißen Box befindet sich der Controller, der zum Schutz in eine Plastiktüte eingepackt ist. Darunter gibt es eine Bedienungsanleitung und einige Zubehörteile.
Das Zubehör umfasst ein USB-A zu USB-C Kabel, ein USB-C zu USB-A Kabel und einen 2.4GHz Dongle. Wenn man die beiden USB Kabel zusammensteckt, bekommt man ein USB-C zu USB-C Kabel.
Das Design des 2.4GHz Dongles erinnert an den 8Bitdo USB Wireless Adapter V2. Der Hauptteil bestelt aus einer schwarzen Hülle, die ein Backsteinmuster hat, das an frühe NES Spiele wie Mario erinnert. An einem Ende hat der Adapter einen USB Anschluss und an dem anderen Ende gibt es eine Sync-Taste.
Der Adapter ist jedoch weniger lang, als der Wireless Adapter.
Die Bedienungsanleitung besteht aus einem zusammengefalteten Papier, das eine Beschreibung der Tasten und Hinweise zur Nutzung des Controllers enthält.


3. Qualität der Hardware



Die Tasten, über die dieser Controller verfügt, sind ähnlich zu dem Nintendo SNES Gamepad. Es gibt ein Steuerkreuz bzw. in diesem Fall einen Stick, eine START und eine SELECT Taste und A, B, C und D. Ergänzend zu dem Vorbild hat diese Version des Gamepads zwei Schultertasten L und R, eine HOME-Taste mit einem Herz und eine Turbo-Taste mit einem Stern.
Das Gamepad ist etwas größer als das SNES Pad und deutlich ergonomischer geformt. Dadurch liegt es spürbar besser in der Hand.
Quelle: https://www.8bitdo.com/neogeo-wireless-controller/
Das Highlight des Controllers, und für einige auch das Lowlight, ist der "Joystick". Es ist kein D-Pad und kein klassischer Joystick mit analogen Eingaben verbaut. Anstelle dessen gibt es einen Stick, bei dem innerhalb des Controllers in den vier Hauptrichtungen Tasten angebracht sind. Wenn der Stick weit genug in eine Richtung gedrückt wird, wird die entsprechende Taste gedrückt. Begleitet wird das von einem befriedigenden Klick-Geräusch. Auf der einen Seite ist das Klicken relativ laut und könnte so beim Spielen stören. Andererseits gibt es dem Spielvergnügen ein "gewisses Extra" dazu.
Bis der Druck erkannt wird, hat der Stick relativ viel Weg. In vielen Reviews wird das kritisiert, allerdings werden dafür häufig andere Joysticks wie der des NeoGeo Pocket Handhelds als Beispiel herangezogen. In einem groben Überblick über die Meinungen, die ich online gefunden habe, hatte ich den Eindruck, dass das Pad dem des NeoGeo CDs ähnlich ist. Allerdings besitze ich keinen NeoGeo CD Controller zum Vergleich.
In meinem Eindruck hat der Stick ordentlich viel Spiel, aber sonst ist mir kein aktueller Controller mit diesem Joystick-Typ bekannt. Wenn man für Spiele, die auf solche Sticks ausgelegt sind (z.B. viele Fighter-Spiele), einen solchen Stick haben möchte, ist dieses Gamepad mit Abstand die kosteneffizienteste und komfortabelste Version.
Auf der Rückseite gibt es einen zusätzlichen Schalter, mit dem man zwischen Bluetooth und einer 2.4GHz Verbindung wechseln kann.
Die Stirnseite hat neben den Tasten L und R einen USB-C Anschluss zum Laden und für die kabelgebundene Nutzung des Controllers. Daneben ist eine LED, die den Ladezustand anzeigen kann. Auf der anderen Seite des USB Anschlusses befindet sich eine SYNC-Taste, um den Controller kabellos zu nutzen.


4. Bedienung

Der Controller kann durch Drücken der START-Taste eingeschaltet werden. Eine andere Taste kann dafür nicht genutzt werden. Zum Ausschalten muss die gleiche Taste 3 Sekunden lang gehalten werden.

Controller laden

Wenn die LED für den Ladezustand rot blinkt, muss der Controller aufgeladen werden. Dafür kann er mit dem USB Kabel mit einem Computer oder ähnlichen Geräten verbunden werden. Während des Ladevorgangs leuchtet die rote LED dauerhaft. Sobald der integrierte Akku vollständig geladen ist, geht die LED aus.

Verbinden (USB)

Für eine Verbindung mit USB reicht es, den Controller mit dem gewünschten Gerät zu verbinden. Nach kurzer Zeit sollte das Gerät den Controller erkennen, sodass man ihn verwenden kann.
Falls die Tasten in Spielen nicht erkannt oder falsch zugeordnet werden, kann im Fall eines Computers der Steam Big Picture Modus genutzt werden. Hier können die Tasten anders gelegt werden.

Verbinden (Bluetooth)

Für Bluetooth-Verbindungen nutzt das Gamepad den neueren BLE Standard. Dadurch ist das Gamepad nicht direkt mit der Nintendo Switch kompatibel. Wenn der Controller mit einer Bluetooth Verbindung genutzt werden soll, muss das Gerät, mit dem er verbunden wird, BLE unterstützen.
Damit der Controller Bluetooth nutzen kann, muss der Schalter auf der Rückseite des Controllers auf dem Bluetooth-Symbol stehen.
Bei der ersten Verbindung muss der Controller in den Pairing-Modus gebracht werden. Dafür muss er eingeschaltet werden. Danach kann die SYNC-Taste gedrückt und gehalten werden, bis die vier Verbindungs-LEDs blinken. Dann sollte ein Gerät, das nach Bluetooth-Geräten sucht, den Controller entdecken und sich damit verbinden können.
Für eine wiederholte Verbindung reicht es, den Controller einzuschalten.

Verbinden (2.4GHz)

Aus der Box sollte der Controller bereits mit dem 2.4GHz Dongle verbunden sein. In diesem Fall reicht es, den Dongle mit einem kompatiblen Gerät zu verbinden. Solange der Schalter auf der Rückseite des Controllers auf 2.4GHz steht, sollte er mit dem Dongle nutzbar sein. Leider ist der Dongle selbst nicht mit der Nintendo Switch kompatibel. Ebenso kann der Controller nicht direkt über 2.4GHz mit dem Analogue Dock verbunden werden, obwohl das Dock die Hardware enthält, um eine 2.4GHz Verbindung zu unterstützen.
Die Akkulaufzeit mit 2.4GHz ist laut Anleitung fast 50% kürzer als mit Bluetooth. Der Controller kann gleichzeitig mit dem 2.4GHz Dongle und einem Bluetooth Gerät verbunden werden.

Stick umschalten

Normalerweise wird der Stick als Steuerkreuz in Spielen erkannt. Einige Spiele benötigen jedoch einen Stick und kein Steuerkreuz für die Eingabe. In diesem Fall kann man eine Tastenkombination drücken, um den Stick auf dem Controller auf die Eingabe eines Sticks zu legen:
  • Select + Oben: Steuerkreuz
  • Select + Links: Linker Stick
  • Select + Rechts: Rechter Stick


5. Kompatibilität

Metal Slug
Offiziell ist der Controller mit Windows, Android und mit dem NEOGEO Mini System kompatibel. Das ist etwas verschenktes Potential, weil es viele NEOGEO Spiele in Kollektionen auf den aktuellen Konsolen gibt. Es wäre praktisch, wenn der Controller zumindest mit der Nintendo Switch kompatibel wäre.
Mit einem Neo BT Adapter kann der Controller außerdem mit einer echten NEOGEO Konsole genutzt werden.

USB

- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Keine Probleme

Bluetooth

- 8Bitdo Wireless Dongle V2: Keine Probleme
- PC: Tastenbelegung muss in Steam angepasst werden, ggf. muss Steam Eingabe für Spiele aktiviert sein, dann keine Probleme
- Analogue Dock: Keine Probleme

2.4GHz Dongle

- PC: Keine Probleme
- Analogue Dock: Dock friert ein, wenn mit 2.4GHz Adapter gestartet. Sonst keine Probleme
-Analogue Dock (2.4GHz ohne Dongle): Controller wird nicht gefunden

Spiele

  • The King of Fighters 97 - Global Match (Amazon Games): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • The Last Blade 2 (Amazon Games): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Metal Slug (Amazon Games): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Metal Slug X (Amazon Games): keine Probleme
  • NeoGeo Pocket Color Collection Vol. 1 (Steam): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Samurai Shodown NEOGEO Collection (Steam): Tastenbelegung muss im Spiel angepasst werden, dann keine Probleme
  • Shock Troopers Kid Squad (Amazon Games): keine Probleme
  • SNK 40th Anniversary Collection (Amazon Games): keine Probleme

Analogue Pocket Cores

  • NeoGeo Pocket Adapter (Analogue): Keine Probleme, A und B tauschen automatisch
  • NeoGeo Pocket Core (jotego): Tastenbelegung falsch
  • NeoGeo Core (Mazamars312): Tastenbelegung muss angepasst werden, dann keine Probleme

6. Fazit

Solange der Controller mit dem gewünschten System kompatibel ist, handelt es sich um ein solides Angebot. Er kann ziemlich problemlos mit dem PC, dem Analogue Dock und weiteren Geräten genutzt werden. Nur etwas mehr Einheit innerhalb der Produkte, die die NEOGEO Lizenz haben, wäre bei den Spielen wünschenswert: bei allen NEOGEO Spiele-Kollektionen müssen die Tasten anders gemapt werden, damit sie zu dem Controller passen. Eigentlich hätten sie den Controller direkt unterstützen müssen.
Es ist schade, dass keine weiteren Systeme unterstützt werden. Gerade im Punkt Nintendo Switch, für die es viele NEOGEO Kollektionen gibt, ist Potential verschenkt. Vielleicht wäre sogar ein Combo-Pack mit dem Controller und einer NEOGEO Kollektion denkbar.

Positiv
- USB-C
- 2.4GHz Dongle
- Bluetooth (nur BLE)
- Guter Preis
- Viel Lieferumfang
- Stick, der auf NEOGEO Spiele ausgelegt ist
- Originale Tastenanordnung
- Ergänzt NeoGeo CD Controller um 2 Schultertasten
- Hat HOME Taste
- Ergonomische Form

Negativ
- Klickt sehr laut
- Keine Bewegungssteuerung/Rumble
- Weg der Sticks relativ weit bis Eingabe erkannt wird
- Nicht mit Nintendo Switch kompatibel

12 Mai 2024

EasySMX X15 Review: Hall-Sensoren und LEDs (easysmx.com)



Inhalt:
  1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
  2. Verpackung und Inhalt
  3. Qualität des Gamepads
  4. Bedienung und Betriebsmodi
  5. Kompatibilität
  6. Fazit


1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)

Die offiziellen Nintendo Switch Controller und auch die Controller anderer großer Hersteller wie XBOX und Playstation sind seit längerem in der Kritik, weil die Sticks nach einiger Zeit nicht mehr ordentlich funktionieren. Das Problem ist insbesondere bei den Eingabegeräten von Nintendo unter dem Titel "Stick Drift" bekannt geworden und der Mario-Hersteller scheint von dem Problem besonders betroffen zu sein.
Inzwischen gibt es alternative Sticks, die sogenannte Hall-Sensoren nutzen. Anstelle von Schleifkontakten werden hier magnetische Hall-Sensoren genutzt, um die Position des Sticks zu erkennen. Sie sind entweder als Austauschkit für herkömmliche Controller oder eingebaut in neue Controller verfügbar. Ein Controller, der magnetische Sticks und Trigger nutzt, ist der X15-Controller von EasySMX.
Nachdem der Hersteller mit dem ESM T37 eine eher unkonventionellere Farbwahl getroffen hat, gibt es nun ein Produkt, das eher den klassischen Gamer-Geschmack treffen dürfte. Neben den Sticks punktet das überwiegend sehr dunkle Gerät mit eingebauten Lichtern, die für einen coolen Look sorgen. Dabei werden sie nicht auf der Vorderseite der Verpackung beworben.
Dieser Controller wurde mir für die Erstellung eines Reviews kostenlos von dem Hersteller EasySMX zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Vorgaben für die Bewertung des Controllers und es gab trotz der kritischeren Bewertung des ESM-9124 keine negative Rückmeldung vom Hersteller.

Offizielle Funktionen (von der Website des Herstellers):
  • Eintauchen in die RGB-Beleuchtung: Tauchen Sie mit dem einzigartigen RGB-Beleuchtungsdesign des EasySMX X15-Controllers in die fesselnde Erkundung des Universums ein. Mit 7 einstellbaren Farben entführt Sie die RGB-Anzeigeleuchte in die Sternenfeld-Spielwelt.
  • Präzision mit Dual-Hall-Effekt-Sensorik: Genießen Sie verbesserte Präzision und Langlebigkeit mit dem Dual-Hall-Effekt-Sensorsystem. Dieses innovative System wurde entwickelt, um Drift oder Offset im Laufe der Zeit zu verhindern, sorgt für gleichbleibend genaue Reaktionszeiten und verlängert die Lebensdauer des Controllers um das Zwei- bis Vierfache.
  • Vielseitige Kompatibilität: Der EasySMX X15-Controller ist Ihr Gaming-Begleiter auf verschiedenen Plattformen. Es ist kompatibel mit Nintendo Switch, Switch Lite, Switch OLED, Windows, Android, iOS und Steam (außer Win 11 Business-Version) und bietet ein nahtloses Spielerlebnis auf verschiedenen Geräten.
  • Mehrere Verbindungsoptionen: Wählen Sie Ihre bevorzugte Verbindungsmethode mit dem EasySMX X15-Controller. Ganz gleich, ob es sich um eine 2,4-G-Wireless-, Bluetooth- oder Kabelverbindung handelt – genießen Sie eine stabile und zuverlässige Signalqualität. Verabschieden Sie sich von Latenzproblemen und steigern Sie Ihre Gaming-Leistung.
  • Programmierbarkeit für Profi-Gamer: Passen Sie Ihr Gaming-Setup mit der für Profi-Gamer entwickelten Programmierbarkeit an. Der Controller verfügt über zwei zusätzliche programmierbare Tasten auf der Rückseite, mit denen Sie Triggerkombinationen oder andere Funktionen anpassen können, um Ihren Spielkomfort zu erhöhen.


2. Verpackung und Inhalt


Der Großteil der Vorderseite der Box besteht aus einem Sichtfenster, durch das er Controller begutachtet werden kann. Laut der Vorderseite sind die wichtigsten Funktionen des Gamepads die Hall-Effekt-Trigger, Hall-Effekt-Joysticks, programmierbare Macro-Tasten und universale Kompatibilität. Letzterer Punkt wird durch die Box "FOR PC/ NS (Nintendo Switch)/ Android/ iOS" genauer erläutert.
Auf der Rückseite der Packung sind weitere Funktionen wie die programmierbaren Pads und die RGB-Anpassung erklärt. Die Beleuchtungs-Funktion des Controllers wird sonst nicht auf der Verpackung erwähnt. Außerdem gibt es technische Informationen zu den Anschlüssen, dem Akku mit 1000mAh und den Verbindungsmöglichkeiten über 2.4GHz, Bluetooth und Kabel. Dazu stehen auf der Rückseite Informationen zum Hersteller. Mit einer vollen Akkuladung kann man nach meinen Schätzungen ungefähr bis zu 20 Stunden Spielzeit erwarten - je nachdem, wie stark der Controller in dem Spiel genutzt wird und wie die Verbindung ist.

In der Box befindet sich neben dem schon von außen sichtbaren Controller eine Bedienungsanleitung und ein USB-A zu USB-C Kabel. Außerdem gibt es in der Box einen USB-A Dongle, der für die Verbindung mit 2.4GHz genutzt werden kann. Mit anderen 2.4GHz Empfängern ist der Controller nicht offiziell kompatibel. Im Vergleich zu Bluetooth verspricht 2.4GHz eine kürzere Verzögerung zwischen Controller-Input und Reaktion des Spiels. Leider hat der Adapter eine sehr helle LED, die ohne Verbindung blinkt und bei Verbindung dauerhaft leuchtet. Deshalb würde ich den Adapter nicht dauerhaft im Computer stecken lassen, sondern nur bei Verwendung des Controllers nutzen.

Die Bedienungsanleitung steht in mehreren Sprachen zur Verfügung. Die Übersetzungen, insbesondere ins Deutsche, enthalten weiterhin einige Fehler.


3. Qualität des Gamepads

Der Controller selbst hat eine dunkelgraue Vorderseite mit hellgrauen Akzenten und eine schwarze, genoppte Rückseite. Die Vorderseite fühlt sich gummiartig an. Die Sticks sind leicht konkav aber bieten sonst keine Textur gegen rutschige Finger an. Bei den meisten anderen Tasten sind die Bezeichnungen eingraviert. Das D-Pad ist von dem aktuellen XBOX Series-Controller inspiriert und das Tastenlayout entspricht auch standartmäßig dem XBOX-Layout, bei dem die A-Taste unten und die B-Taste rechts ist. Mit einer Tastenkombination kann das Layout geändert werden. Die Beschriftung der Tasten bleibt dabei gleich.
Im Vergleich zu anderen Controllern fällt auf der Vorderseite die T-Taste auf, die für die Turbo-Funktion genutzt wird.
Auf der Rückseite gibt es noch zwei einstellbare Zusatztasten M1 und M2 sowie eine Taste, um die Belegung der Zusatztasten zu ändern. Bei der Verwendung des Controllers habe ich M1 und M2 mehrmals aus versehen gedrückt. Deshalb habe ich die Funktion nicht genutzt bzw. die Tastenbelegung der Controller schnell gelöscht. Außerdem gibt es einen Schalter, der die Beleuchtung ein- und ausschalten kann.
Um den USB-C Anschluss herum gibt es eine Art "Führung" für das Kabel. Möglicherweise wurde sie ergänzt, damit Kabel, an denen seitlich gerissen wird, nicht direkt abbrechen. Allerdings passen deshalb nur dünne USB-C Kabel wie z.B. das dem Controller mitgelieferte und die offiziellen Nintendo Switch Kabel in den Anschluss.

Beleuchtung

Mit dem Schalter auf der Rückseite lassen sich LEDs, die in den Controller eingebaut sind, ein- und ausschalten. Wenn die LEDs ausgeschaltet sind, fallen sie nicht auf. Leider haben die Tasten des Controllers selbst keine Beleuchtung, sodass Anfänger dadurch nicht im dunklen die richtigen Tasten finden können. Gut aussehen tut die Beleuchtung nichtsdestotrotz und dadurch, dass sie sich mit einem Schalter einfach deaktivieren lässt, stört sie nicht.
Neben einem bunten Modus, in dem die Farben scheinbar zufällig leuchten, kann der Controller dauerhaft in einer Farbe leuchten. Hier stehen die Farben Rot, Weiß, Hellgrün, Grasgrün, Blau, Türkis und Magenta zur Verfügung. Weitere Leuchtmodi, zum Beispiel das "atmen" in einer Farbe, können leider nicht genutzt werden.

Hall-Sticks

Klassischerweise werden in Controllern für die Joysticks Schleifkontakte genutzt. Durch die Bewegung des Sticks wird ein Metallstück über eine Metallfläche geschoben und je nachdem, wie weit das Metallstück von den Anschlüssen entfernt ist, ändert sich die Länge der leitenden Fläche und dadurch der Widerstand, da ein Strom einen weiteren Weg in dem Metall hat. Diese Änderung kann gemessen und in digitale Werte übersetzt werden, sodass ein Spiel darauf reagieren kann, wie stark ein Stick gedrückt ist.
Leider reibt sich das Metall durch das Schleifen langfristig ab, sodass sich die Leitfähigkeit ändert. Zusätzlich können abgeriebene Metallspäne in dem Stick landen und die Leitfähigkeit ändern, wodurch der Stick nicht mehr richtig die Position erkennen kann. Dies sind zwei mögliche Ursachen für Stick-Drift. Anstelle von Metall können andere leitende Elemente genutzt werden aber das Problem des Abreibens bleibt bestehen.

Um Stick-Drift zu vermeiden, können andere Methoden zur Erkennung der Position des Joysticks genutzt werden. Dieser Controller nutzt Hall-Effekt Trigger und Joysticks. Dabei enthalten die Sticks Magneten. In dem Controller sind quasi "Magnetfeldsensoren" verbaut, die eine Änderung des Magnetfeldes durch Veränderung der Position des Sticks erkennen können. Wenn der Stick mit dem Magnet sich bewegt, bewegt sich der Magnet und diese Bewegung kann der Sensor erkennen.
In diesem Bild kann man gut den einzelnen runden Magneten an bzw. in dem Trigger erkennen. Wird der Trigger gedrückt, kommt der Magnet dem Sensor auf der Leiterplatte näher. Der Sensor ist ein einfacher schwarzer IC unter dem Magneten. Durch die Erkennung von Abstand zwischen Sensor und Magnet kann berechnet werden, wie weit der Trigger gedrückt wird.
Die Sticks selbst sind aus der "K-SILVER HALL"-Reihe. Da kein direkter Kontakt zwischen den Magneten und den "Sensoren" bestehen muss, ist diese Technik zumindest theoretisch deutlich weniger anfällig für Abnutzung als Schleifkontakte.


4. Bedienung und Betriebsmodi

Die Verwendung dieses Controllers ist einfacher, als es bei den Vorgängern der Fall war. Für die wichtigsten Funktionen gibt es inzwischen einzelne Tasten, die vorherige Tastenkombinationen ersetzen. So muss man sich nicht so viele Kombinationen merken. Allerdings gibt es weiterhin einige Tastenkombinationen, die für die Nutzung dieses Controllers hilfreich sind.

Verbindung per USB

In den meisten Fällen sollte der Controller bei einer USB-Verbindung Plug and Play sein. Standartmäßig wird er am PC als XBOX 360 Controller erkannt. Wenn man beim Einstecken die R3-Taste, also den rechten Joystick, gedrückt hält, wird das Gamepad am PC als Nintendo Switch Controller registriert.
Bei der Verbindung mit einer Nintendo Switch Konsole muss keine Taste gedrückt werden. Außerdem scheint der Controller automatisch die Bluetooth-Verbindungsdaten zu übertragen, wenn der Controller über USB mit der Konsole verbunden wurde. Nach einer USB Verbindung sind beide Geräte auch für eine Bluetooth-Verbindung gepairt.
Wenn der Controller geladen wird, "atmen" die LEDs für den entsprechenden Modus. Falls der Controller nur geladen und nicht genutzt wird, "atmen" alle 4 LEDs gleichzeitig. Bei voller Ladung gehen sie aus.

Verbindung per Bluetooth (PC, Switch und Android)

Bei der Nintendo Switch muss sichergestellt werden, dass der Flugmodus deaktiviert ist. Das geht, wenn man mit einem bereits verbundenen Controller lange die HOME-Taste gedrückt hält.
Nach dem Deaktivieren des Flugmodus' lässt sich im Controller-Menü die Option "Griffweise/Reihenfolge ändern" auswählen.
Bei anderen Geräten als der Nintendo Switch muss die Suche nach neuen Bluetooth-Geräten aktiviert werden. Normalerweise gibt es diese Option in den Geräteeinstellungen im Bluetooth-Menü. Allerdings ist der genaue Prozess immer etwas anders.
Wenn das Gerät nach neuen Bluetooth-Verbindungen sucht, kann der Controller mit einem ca. 3 Sekunden langen Druck auf die HOME-Taste eingeschaltet werden, sodass die LEDs schnell "durchlaufen". Er sollte sich nun mit dem Gerät verbinden.

Verbindung per 2.4GHz

Normalerweise sollte es reichen, den USB-Dongle für die 2.4GHz Verbindung mit dem PC zu verbinden und den Controller einzuschalten. Wenn das nicht reicht, kann die Taste des USB Empfängers gedrückt werden, sodass die grüne LED schnell blinkt. Dann kann bei ausgeschaltetem Controller die HOME-Taste für ca. 3 Sekunden gedrückt gehalten werden. Controller und USB Empfänger sollten nun verbunden sein.
Solange kein Gerät mit dem USB Adapter verbunden ist, blinkt die grüne LED.

Turbo-Funktion und Macro-Zusatztasten

Mit der Turbo-Funktion können Tasteneingaben im Spiel wiederholt gedrückt werden, ohne dass die Taste tatsächlich mehrmals gedrückt wird. Das ist beispielsweise für Shoot-'em-ups interessant, da dort die Feuer-Taste z.B. nur einmalig gedrückt werden muss und das Raumschiff feuert dann automatisch weitere Projektile. Müsste man die "Feuer"-Taste für jedes Projektil einzeln drücken, könnte der Controller durch die starke Nutzung schneller kaputt gehen.
Um die Turbo-Funktion für eine Taste zu aktivieren, müssen die T-Taste sowie die gewünschte Autofire-Taste gedrückt werden. Bei einmaligem Druck wird manuelles Autofire aktiviert: die Tasteneingabe wird nur wiederholt aktiviert, wenn die betroffene Taste durchgängig gedrückt wird. Bei nochmaligem Druck der Turbo-Taste wird automatisches Autofire aktiviert, wodurch die Feuer-Taste nicht mehr gedrückt werden muss, um Projektile zu schießen. Bei einem dritten Druck der Turbo-Taste wird die Funktion deaktiviert.
Durch 5-Sekunden langes Drücken der Turbo-Taste werden die Autofire-Einstellungen gelöscht. Die Geschwindigkeit kann angepasst werden, indem gleichzeitig die Turbo-Taste gedrückt wird und die Plus/Minus-Tasten betätigt werden.

Neben der Turbo-Funktion bietet der Controller auf der Rückseite die beiden Macro-Tasten M1 und M2. Es ist möglich, andere Tasten auf die Schultertasten zu legen, sodass der Druck der Macro-Taste einen anderen Tastendruck auslöst. So lassen sich beispielsweise Tasten nutzen, die normalerweise aufgrund von anderen Tasten, die gleichzeitig gedrückt werden müssen, schwierig im Spiel zu nutzen sind.
Ein neues Macro kann erstellt werden, indem die runde "Programmier"-Taste auf der Rückseite gedrückt wird. Wenn jetzt die mittleren Controller-Lampen leuchten, kann erst die gewünschte Macro-Taste M1 oder M2 und dann die Taste, die auf die Macro-Taste gelegt werden soll, gedrückt werden. Abschließend kann die Macro-Taste noch einmal gedrückt werden. Es können mehrere Tasten gleichzeitig auf eine Macro-Taste gelegt werden.
Wenn die "Programmier"-Taste für 5 Sekunden gedrückt wird, wird die aktuelle Macro-Einstellung gelöscht.

Einstellungsmöglichkeiten

Neben den schon genannten Tastenkombinationen gibt es einige weitere, um den Controller für die eigenen Anforderungen anzupassen.
Zum Einstellen der Controllerbeleuchtung gibt es eine Taste auf der Rückseite. Durch die Taste, die es eigens für diese Funktion gibt, lässt es sich leicht merken, wie man die Funktion deaktivieren kann. Eine Tastenkombination ist nicht nötig. Mit Minus und dem D-Pad zusammen, kann man den "Modus", also die Art, wie die Lampen leuchten, einstellen (hoch/runter). Mit Minus und der linken und der rechten D-Pad Taste kann der Farbton der Lampen eingestellt werden.
Die Vibration kann stärker oder schwächer eingestellt werden, wenn die Turbo-Taste gedrückt und dabei der linke Joystick hoch oder runter bewegt wird. Außerdem kann zwischen XBOX und Nintendo Layout für die A, B, X und Y-Tasten gewechselt werden, indem die B-Taste und Minus und Plus für 3 Sekunden gehalten werden.


5. Kompatibilität

Bei der Verwendung des Controllers habe ich keine größeren Kompatibilitätsprobleme bei den offiziell unterstützten Systemen feststellen können. Selbst mit Geräten, die nicht offiziell unterstützt werden, war eine Verbindung per USB oder Bluetooth kein Problem.
Da der Controller primär für Computer konzipiert ist, sind die Trigger mehrstufig - wenn er nicht als Nintendo Switch-Controller genutzt wird. Außerdem sind Funktionen wie ein NFC Reader für Amiibos oder Bewegungssteuerung nicht in diesen Controller eingebaut. Mich persönlich stört das nicht, weil ich Bewegungssteuerung nicht mag aber es kann für potentielle Kunden ein Grund gegen den Controller sein.

Systeme:

  • Nintendo Switch (2.4GHz Dongle): Keine Probleme
  • Nintendo Switch (Bluetooth): Keine Probleme
  • Nintendo Switch (USB): Keine Probleme
  • Windows 10 mit Steam (2.4GHz Dongle): Keine Probleme, wird als XBOX 360 Controller erkannt, Vibration funktioniert nur teilweise
  • Windows 10 mit Steam (Bluetooth): Keine Probleme, funktioniert als Switch Controller
  • Windows 10 mit Steam (USB): Keine Probleme, wird als XBOX 360 Controller erkannt
  • Analogue Dock (2.4GHz Dongle): Beim/nach dem Ausschalten etwas buggy, sonst keine Probleme, wird als "Wired USB Pad" erkannt
  • Analogue Dock (Bluetooth): Keine Probleme, wird als "Switch Pro Pad" erkannt
  • Analogue Dock (USB): Keine Probleme, wird als "Wired USB Pad" erkannt
  • Mayflash Magic X (2.4GHz Dongle): Eingaben werden nicht erkannt
  • Mayflash Magic X (Bluetooth): Keine Probleme
  • Mayflash Magic X (USB): Keine Probleme

6. Fazit

Im Gegensatz zu den zuvor von EasySMX in diesem Blog bewerteten Controllern ist das heutige Produkt nicht explizit für die Nintendo Switch hergestellt. Das kann in Anbetracht dessen, dass es in spätestens einem Jahr einen Nachfolger geben sollte und vermutlich wenige Nutzerinnen und Nutzer noch einen Controller für ihre Konsole benötigen, nachvollziehbar. Trotzdem kann es einige Kunden stören, dass Bewegungssteuerung nicht unterstützt wird - die Funktion ist auch bei einigen PC-Spielern beliebt.
Mit einem Preis von gut 30 Euro ist der Controller bestimmt nicht die günstigste Option für Nintendo Switch und PC. Dafür hat der Controller Hall-Sticks, Hall-Trigger und LEDS; wenn man denn LEDs im Controller braucht. Außerdem kann er mit USB, Bluetooth und 2.4GHz verbunden werden und das funktionierte immer ganz gut. Es handelt sich um einen soliden Controller, der primär für Computer gedacht, aber auch mit der Nintendo Switch und weiteren Geräten kompatibel ist. Allerdings weiß ich nicht, ob die mehrfarbigen LEDs den höheren Preis wert wären, wenn ich ihn selbst gekauft hätte.
Ich werde den Controller wahrscheinlich weiterhin für das Analogue Dock verwenden.

Positiv:
- Preis fair
- Liegt gut in der Hand
- Schickes Design mit optionalen LEDs
- Verbindung mit USB-C, Bluetooth oder 2.4GHz Dongle
- Hall-Sticks und Trigger
- Extratasten
- Turbo-Funktion
- Gut mit anderen Geräten verbindbar
- "einfache" Bedienung durch viele Tasten, die explizit für eine Funktion sind

Negativ:
- Kein Gyro
- Extratasten M1 und M2 häufig aus versehen gedrückt
- LED vom 2.4GHz Dongle blinkt und leuchtet grell-grün
- USB-C Anschluss "reingesetzt", nicht mit allen Kabeln kompatibel
- Sticks könnten mehr Grip haben

17 August 2022

XBOX Elite Wireless Controller Series 2 Review (xbox.com)

 

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität der Hardware
4. Inbetriebnahme
5. Kompatibilität
6. Schlussergebnis

1. Überblick

Mit der steigenden Beliebtheit des Gaming-Hobbys und der Etablierung von Gaming in der breiten Gesellschaft wächst auch der Markt von Premium-Zubehör, das bei einem perfekten Spieleerlebnis helfen soll. Nun schon in der zweiten Generation gehört auch ein offizieller Controller für die XBOX zum Premium-Segment: der XBOX Elite Wireless Controller Series 2 von Microsoft. Mit ungefähr dem dreifachen Preis eines gewöhnlichen XBOX Series Wireless Controllers wird in diesem Review geschaut, ob sich der Aufpreis für den Controller wirklich lohnt.
Ich habe den Controller mit eigenem Geld bei Media Markt gekauft.

Offizielle Funktionen (von der offiziellen Website):
  • Verstellbare Thumbsticks
  • Kürzere Hair Trigger Locks
  • Rundum gummierter Griff
  • Überarbeitete Komponenten


2. Verpackung und Inhalt


Bei dem Preis von dem Controller gibt es schon bei der Verpackung einige Besonderheiten. Aber fangen wir ganz außen an. Für diesen Controller wird eine Box aus Pappe genutzt, deren oberer Teil sich abziehen lässt. Auf der Vorderseite der dunkel gehaltenen Hülle ist der Controller abgebildet. Ein Muster, das sich an der Oberseite fortsetzt. Die linke und rechte Seite enthalten Informationen zum Lieferumfang in unterschiedlichen Sprachen. Auf der Unterseite sind Sicherheitshinweise abgebildet. Die Rückseite enthält Informationen zu den zusätzlichen Funktionen des Controllers, die der normale Series-Controller nicht hat.

Zubehör
Unter dem Deckel versteckt sich eine Ebene mit der Tragetasche, die den Controller und weiteres Zubehör enthält. Darunter befindet sich ein USB-A zu USB-C Kabel zum Laden und kabelgebundenen Betrieb des Controllers. Außerdem gibt es ein Garantie-Heftchen und Hinweise zur Benutzung.

Öffnet man die Tragetasche, so liegt der schwarze Controller bereit. Außerdem gibt es in der Tasche einen Halter aus festem Gummi für die austauschbaren Elemente des Controllers. Das sind die Sticks, das Steuerkreuz, die Rückenpaddles und ein Werkzeug, mit dem die Stärke der Sticks angepasst werden kann. Außerdem liegt der Controller auf einer Ladestation, in die von außerhalb der Tasche ein USB-C Kabel gesteckt werden kann, damit der Controller in der Tasche geladen werden kann.

Paddles und Steuerkreuz sind aus einem mit Gummi überzogenen Metall, das sich gut anfühlt. Bei den austauschbaren Sticks sind die Köpfe aus Gummi und die Hälse aus Metall. Das Werkzeug für die Sticks scheint aus reinem Metall zu sein.
Durch die verwendeten Materialien machen die austauschbaren Teile des Controllers einen sehr hochwertigen Eindruck. Außerdem dürften die metallenen Teile verglichen mit den bei Controllern gewöhnlichen Plastikteilen relativ stabil sein. Dass es eine Tragetasche dabei gibt, in der es feste Plätze für die austauschbaren Elemente des Controllers gibt, macht ebenso einen sehr guten Eindruck. Im Deckel der Tasche befindet sich ein Netz, in dem zusätzliche Dinge transportiert werden können. Das wären beispielsweise das USB-Kabel oder ein Adapter, um den Controller mit anderen Geräten wie der Nintendo Switch zu nutzen.

3. Qualität der Hardware

Trotz des guten Eindrucks von dem Zubehör geht es in erster Linie um den Controller und dessen Qualität. Die Form des Gamepads kennt man schon von anderen XBOX ONE und XBOX Series Controllern. Hauptsächlich ist dieser Controller schwarz, aber es gibt an der Oberseite und am Steuerkreuz dunkelgraue Akzente. Das komplette Eingabegerät ist mit Gummi überzogen. Das Batteriefach, wie man es von anderen XBOX Controllern kennt, fehlt in diesem Fall. Es ist ein Akku fest in den Controller eingebaut. Die Seiten, an denen die Hände liegen, sind für einen guten Halt mit einem groben Muster gummiert.

An der Oberseite des Controllers gibt es neben den gewohnten Tasten eines XBOX Controllers zusätzlich eine Taste, mit der das Eingabeprofil umgeschaltet werden kann. Dazu später mehr. Außerdem gibt es drei weiße LEDs um das ausgewählte Profil anzuzeigen und eine orange LED, die den Ladezustand des Gamepads zeigt. Das Steuerkreuz und die Köpfe der Sticks werden magnetisch gehalten und können abgenommen bzw. durch andere Sticks bzw. Steuerkreuze getauscht werden. Passend dazu sind die Sticks bis auf den gummierten Kopf aus Metall. Es können allerdings nicht die Position von Stick und Steuerkreuz getauscht werden.
Unter den Köpfen der Sticks gibt es zusätzlich einen Schlitz. In diesen kann das Werkzeug aus dem Zubehör gesteckt werden, um die Stärke, mit der man die Sticks drücken muss, anzupassen. Man kann quasi den Widerstand, den die Sticks beim Drücken geben, anpassen. Es gibt insgesamt 3 Stufen. Ich bevorzuge die mittlere Stufe, weil sich dort die Sticks einfach drücken lassen, aber man sie nicht sofort drückt, wenn man aus versehen dagegen kommt.
Neben den Triggern des Controllers gibt es einen Pairing-Button für drahtlose Verbindungen und einen USB-C Anschluss. Mit einem entsprechenden Kabel kann der Controller geladen oder kabelgebunden genutzt werden.

In meinem Test hat der Akku nach einer vollständigen Aufladung insgesamt 50 Stunden durchgehalten. Nach 45 Stunden konnte die Rumble-Funktion nicht mehr genutzt werden und die Akkuzustand-Anzeige hat geblinkt. Natürlich kann sich die Akkulaufzeit in der Zukunft durch Abnutzung des Akkus noch ändern. Offiziell ist die Akkulaufzeit mit 40 Stunden angepriesen.
Die Unterseite dieses Gamepads unterscheidet sich von anderen XBOX Controllern. Es gibt in der Mitte 3 metallische Punkte, mit denen der Controller auf der Ladeschale aufgeladen werden kann. Außerdem gibt es vier Paddles, die sich abnehmen lassen. Darunter gibt es die entsprechenden Tasten und Haltevorrichtungen für die Paddles. Außerdem gibt es zwei Schalter, die jeweils 3 Stufen haben. Damit kann der Weg, den die analogen Trigger gehen können, angepasst werden. Sie können entweder direkt die maximale Position erreichen, also fast wie Tasten funktionieren, oder einen langen Weg haben. Eine tastenartige Funktionalität eignet sich beispielsweise für Gameboy Advance-Emulation, wo die Schultertasten nur als digitale Tasten genutzt werden. Im Gegensatz dazu kann ein Triggerweg in Rennspielen hilfreich sein, da man so feiner die Geschwindigkeit des Fahrzeugs steuern kann. Ich persönlich habe nur die zwei weitesten Triggerwege genutzt, da sich der kürzeste Weg für mich falsch angefühlt hat.

Die Sinnigkeit der Paddles ist sehr stark von dem Spiel, das man spielt, abhängig. Sie können nicht als zusätzliche Tasten genutzt werden, sondern müssen auf bereits existierende Tasten gelegt werden. In dem Spiel Octopath Traveler habe ich die Paddles einfach abgenommen, weil ich sie nicht brauchte. Bei Horizon Zero Dawn fand ich zwei der vier Paddles hilfreich. Ich habe die Rennen-Taste und die Schleichen-Taste auf je ein Paddle gelegt. Da in dem Spiel zum Rennen der Stick eingedrückt werden muss, war die Möglichkeit, die Taste anders zu belegen, sehr willkommen.
Das zeigt einen der großen Vorteile des Controllers: man kann ihn für jedes Spiel und für die eigenen Bedürfnisse sehr individuell anpassen. Wenn sich ein geringer Stick-Widerstand nicht gut anfühlt, stellt man sie einfach stärker. Wenn man Paddles nutzen möchte, kann man sie individuell abnehmen oder konfigurieren.

Leider scheint die Komplexität des Controllers auch zu Problemen zu führen. Ich habe während des Testzeitraums mit über 100 Stunden Spielzeit keinerlei Defekte gehabt, aber es gibt viele Berichte von Problemen mit den Triggern und Stick-Drift. Bei den Sticks kann ich mir vorstellen, dass das Problem mit an der Stärke des Stick-Widerstands liegt.
Mir ist darüber hinaus aufgefallen, dass die A-Taste aufgrund des etwas unklaren Drucks nicht alle Tastendrücke angenommen hat.


4. Inbetriebnahme

Verbinden

Um den Controller zu nutzen, gibt es drei unterschiedliche Verbindungsmöglichkeiten. Am Einfachsten ist es, eine USB Verbindung über den USB-C Anschluss herzustellen. Hier muss nur das USB Kabel angeschlossen werden.
Die zweite Verbindungsmöglichkeit ist ein proprietäres, kabelloses Protokoll, das von den XBOX Konsolen genutzt wird. Außerdem gibt es für Windows einen USB Adapter, der dieses Protokoll nutzt. In diesem Review werde ich die Verbindungsart als XBOX-Verbindung bezeichnen.
Zur Nutzung davon muss der Controller erst eingeschaltet werden. Das geht, indem die XBOX-Taste gedrückt wird, bis sie leuchtet bzw. pulsiert. Dann kann mit einem Druck auf die Synchronisations-Taste neben dem USB-C Anschluss eine neue kabellose Verbindung hergestellt werden. Nach Betätigung der Taste sollte die XBOX-Taste schneller blinken. Wenn nun zusätzlich die Verbindungs-Taste an der XBOX Konsole oder an dem USB Adapter gedrückt wird, sollten sich Controller und Gerät verbinden.
Eine dritte Verbindungsmöglichkeit ist BLE, also Bluetooth Low Energy. Diese kann genutzt werden, um den Controller mit einem Computer oder einem Smartphone zu nutzen. Auch hier muss bei einem eingeschalteten Controller die Verbindungs-Taste gedrückt werden, woraufhin die XBOX-Taste schnell blinkt. Nun kann in den Bluetooth-Einstellungen des Gerätes nach einem neuen Gerät gesucht werden. Der Controller sollte gefunden werden. Nachdem er verbunden ist, kann er genutzt werden.
In dem Fall der BLE-Verbindung stehen nicht alle Funktionen des Controllers zur Verfügung. Beispielsweise können keine Kopfhörer über den entsprechenden Anschluss des Controllers genutzt werden.
Es ist möglich, zwischen einer BLE und einer XBOX-Verbindung zu wechseln. Um von XBOX zu BLE zu wechseln, kann 2x de Koppeln-Taste gedrückt werden. In die andere Richtung kann die entsprechende Taste gedrückt gehalten werden.

Software

Wenn man die Funktionen des Controllers wirklich ausnutzen möchte, muss die XBOX Zubehör-App genutzt werden. Sie steht auf den kompatiblen XBOX-Konsolen und ab Windows 10 auf dem PC zur Verfügung. Ist der Controller mit dem Gerät verbunden, sieht die App wie im Bild dargestellt aus.
Die vielleicht wichtigste Möglichkeit, die die App bietet, ist das Aktualisieren des Controllers. Dadurch können beispielsweise Verbindungsprobleme auch noch in der Zukunft behoben werden. Durch ein solches Update wurden beispielsweise in der Vergangenheit die XBOX One Bluetooth-Controller von normalem Bluetooth auf BLE umgestellt. Außerdem kann der Controller umbenannt, die Vibration getestet und der Copilot eingeschaltet werden. Mit dem Copilot können zwei Controller als einer genutzt werden, um beispielsweise Kinder oder körperlich eingeschränkte Menschen beim Spielen zu unterstützen.
Bei der Option zum Konfigurieren des Controllers lassen sich Profile erstellen, die das Verhalten des Controllers ändern. Es gibt drei Slots für die Profile in dem Controller, die mit der entsprechenden Taste in der Mitte des Controllers umgestellt werden können. Außerdem gibt es eine vierte Option, das "Standard-Profil".
In dem ersten Tab können bei dem Ändern eines Profils die Tastenbelegungen geändert werden. Nur die Menü-Taste, die XBOX-Taste und die Share-Taste können nicht verändert werden.
Für jede Taste gibt es die Möglichkeit, eine Primärbelegung und eine Umschalt-Belegung auszuwählen. Außerdem kann eine Umschalt-Taste ausgewählt werden. Man kann durch Drücken der Umschalt-Taste zwischen zwei unterschiedlichen Tastenbelegungen wechseln. Dies kann beispielsweise für eine Autokran-Steuerung genutzt werden. Mit dem normalen Layout kann der Kran als Auto gefahren werden und sobald die Umschalt-Taste gedrückt wird, kann man zu einem Layout wechseln, das auf die Steuerung des Krans angepasst ist.
Auf XBOX-Konsolen können außerdem einige weitere Befehle eingestellt werden, die normalerweise nicht auf dem Controller vorhanden sind.
Auch die Stick-Eigenschaften lassen sich mit der Umschalt-Taste ändern. Dadurch kann man beispielsweise in einem Egoshooter beim normalen Zielen schneller zur Seite schauen als wenn man ein Zielfernrohr nutzt. Die Umschalt-Taste könnte in diesem Fall die Taste sein, mit der das Zielfernrohr aktiviert wird.
Bei diesen "analogen" Sticks lässt sich noch mehr anpassen. Sie können nicht nur gedrückt werden, sondern je nachdem wie weit die Sticks gedrückt werden, können beispielsweise Spielcharaktere unterschiedlich schnell laufen. Diese Kurve, also wie stark der Stick für eine entsprechende Reaktion eingedrückt werden muss, lässt sich anpassen. Es gibt die Empfindlichkeitskurven "Standard", "Verzögert", "Aggressiv", "Sofort" und "Nahtlos".

Außerdem gibt es eine Möglichkeit, die Berechnung der Position anzupassen. Hierzu gibt es leider keine offizielle Dokumentation, weshalb die folgenden Angaben nur auf Vermutungen aus der Community basieren.
Zur Berechnung der Stick-Position werden zwei analoge Sensoren genutzt. Der eine misst die horizontale Position, also die X-Achse und der zweite Sensor misst die vertikale Achse, also die Y-Position. Der gesamte Wertebereich, der davon erfasst wird, ist ein Quadrat. Die Sticks lassen sich allerdings in einem Kreis bewegen. Die Ränder des Quadrates bzw. die Endpunkte der Diagonalen können also nie durch den Stick erreicht werden, nur ungefähr 80% davon. Manche Spiele gleichen diesen Unterschied aus, indem die Kurve angepasst wird. Andere Spiele tun das nicht. Dementsprechend probiert man am Besten aus, welche Option sich für ein bestimmtes Spiel eignet.
Bei der radialen Option wird der Wert wie ein Kreis weitergegeben. Die achsenunabhängige Option ermöglicht das Auslesen der tatsächlichen Werte der Sensoren, die ein Quadrat ergeben. Bei echten Diagonalen wird der Wertebereich auf ein Oktagon aufgeteilt, damit die Achsen und die Diagonalen die richtigen Werte haben.
Für den linken und den rechten Stick gibt es die gleichen Optionen.
Ebenfalls analog funktionieren die Trigger. Hier kann die Deadzone, also der Punkt, ab dem der Controller einen Druck erkennt und den Punkt, an dem der maximale Wert erreicht ist, angepasst werden. Dadurch kann der Trigger beispielsweise aggressiver reagieren, wodurch in einem Rennspiel das Gaspedal schon vor Erreichen der Endposition durchgedrückt wäre. Soll allerdings sehr präzise gesteuert werden, sollte die Deadzone deaktiviert werden. Außerdem lassen sich die Trigger spiegeln bzw. tauschen.
Der Controller enthält 4 Vibrationsmotoren, von denen 2 in den Triggern sind. Von diesen Vibrationsmotoren kann die maximale Stärke der Vibration geändert werden. So kann dann beispielsweise ein Teil des Controllers stärker vibrieren als ein anderer Teil. Ich bin mir nicht ganz sicher, weshalb man die Vibration der einzelnen Motoren anpassen würde, weil die Vibration dadurch asymmetrischer werden würde.
Unter dem letzten Punkt lässt sich die Helligkeit der XBOX LED einstellen. Dadurch kann beispielsweise das Licht gedimmt werden, damit es beim Spielen nicht stört. In diesem Fall leuchtet die LED nur weiß. Mit Steam lässt sich darüber hinaus die Farbe der RGB LED anpassen. Allerdings steht diese Funktion nicht in der XBOX Zubehör App zur Verfügung.


5. Kompatibilität

Offiziell ist der Controller neben den XBOX Konsolen auch mit Windows 10 kompatibel. Außerdem lässt er sich über BLE mit Android Geräten verbinden. Bei einer Bluetooth-Verbindung stehen jedoch nicht alle Funktionen zur Verfügung: der Kopfhörer-Anschluss funktioniert nicht und der Erweiterungsport für bspw. das Chatpad kann nicht genutzt werden.
- XBOX ONE X: Keine Probleme
- Windows 10: Keine Probleme
Mit Adaptern von Drittanbietern wie dem 8Bitdo USB Wireless Adapter 2 ist es möglich, den Controller mit weiteren Systemen wie der Nintendo Switch zu verbinden. Allerdings werden in diesem Fall nur die Funktionen unterstützt, die der Controller sowieso kann. So ist es in diesem Fall beispielsweise nicht möglich, die Bewegungssteuerung zu nutzen. Außerdem unterstützten viele dieser Adapter noch kein BLE und sind deshalb nicht mit diesem Controller kompatibel.


6. Schlussergebnis

Bei diesem Artikel handelt es sich um ein hochwertigeres Produkt, das einen entsprechenden Preis hat. Der Controller fühlt sich gut an und es gibt unglaublich viele Anpassungsmöglichkeiten, um den Controller optimal an das Spielverhalten anzupassen. Allerdings muss man sich auch die Zeit nehmen, die Einstellungen alle anzupassen, wenn man den Controller vollständig ausschöpfen möchte.
Ich denke für Casual-Spieler lohnt sich dieser Controller eher nicht. Dafür ist der Funktionsumfang der regulären XBOX Series-Controller zu ähnlich zu dem Funktionsumfang dieses Controllers.

Positiv:
-Liegt gut in der Hand
-Hochwertige Materialien (verhältnismäßig viel Metall)
-Sinnvoller und guter Lieferumfang
-Paddles in vielen Spielen sinnvoll nutzbar
-Umstellbarer Triggerweg
-Zahlreiche zusätzliche Software-Anpassungssmöglichkeiten
-Sehr individuell anpassbar

Neutral:
-Nicht-austauschbarer Akku

Negativ:
-Keine Gyrosensoren
-Berichte über Qualitätsprobleme
-Teuer

EverDrive GBA Pro Review (krikzz.com)

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